CMS: Pro & Contra
Manch ein Besucher dieser Seite mag sich fragen, weshalb ich überwiegend mit einem CMS arbeite und dieses auch meinen Kunden nahe lege.
Dies hat verschiedene Gründe, die ich in der Folge erläutern möchte. Zunächst einmal ist ein CMS, je nach verwendetem Script, nicht nur relativ leicht zu installieren und zu gestalten, es bietet zudem die Möglichkeit, dass der Kunde nach Übergabe der fertig gestellten Seite diese auch selbst pflegen kann, also bspw. Beiträge schreiben oder was auch immer.
Bei handprogrammierten Seiten gestaltet sich dies ungleich schwerer, je nach Programmierer und dessen Kommentaren in dem Quelltext. Eine gut kommentierte Seite ist noch vhm. leicht zu verändern, fehlen die Kommentare im Quelltext jedoch völlig oder sind eher rar gesäht, wird eine Änderung, insbesondere für Laien, nahezu unmöglich. Der Betreiber muss in solchem Fall also ggf. auf Dritte zurück greifen, was in der Regel wieder mit neuen Kosten verbunden ist.
Immer wieder bekomme ich zu hören, dass ein CMS die Kreativität einengt, weil man sich nur im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten "austoben" kann, während man bei der Handprogrammierung nahezu alle Freiheiten hat.
Theoretisch ist dieser Aussage nichts entgegen zu setzen, in der Praxis aber sind für populäre CMS-Systeme wie etwa CMS made simple, Joomla! oder auch Wordpress aber Erweiterungen in Hülle und Fülle verfügbar, großtenteils zu dem für wenig oder gar kein Geld. Durch die Trennung von funktionellem Code und der dem Besucher dargestellten Webseite kann man auch, je nach Vorstellung oder Kreativität, das Look & Feel einer Webseite frei gestalten - und dass, ohne sich Gedanken um irgendwelche Funktionen machen zu müssen.
Kommen wir zu den Anforderungen an den Webspace (also an den Server, auf dem die Seite gespeichert wird), stellen CMS-Systeme nicht recht hohe Anforderungen, was zur Folge hat, dass die Unterhaltskosten recht hoch werden können?
Ja und Nein! Dies ist in erster Linie von 2 wesentlichen Faktoren abhängig, zum einen von dem verwendeten CMS-Script und zum anderen, von dem, was Sie mit ihrer Seite vorhaben bzw. mit welcher Zugriffsanzahl Sie rechnen.
So sind etwa CMS made simple, Drupal oder Wordpress vhm. ressourcenschonend, während beispielsweise Joomla! besser nicht auf einem schwachbrüstigen Shared-Server laufen sollte. Hier wäre ein virtueller Server schon sinnvoll, damit das CMS auch alle Fähigkeiten, die es hat, ausspielen kann.
Was ist sinnvoller, ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges CMS? Für das kostenlose CMS sprechen zunächst einmal die geringen Anschaffungskosten und die zumeist vielfältig verfügbaren Ergänzungen sowie eine recht breite Auswahl von Foren oder Blogs, in denen sich über Erfahrungen, Tipps & Tricks etc. ausgetauscht wird. Für einige CMS-Scripte, wie z.B. Joomla! oder Wordpress, gibt es zudem im Buchhandel entsprechende Literatur.
Dem gegenüber stehen kostenpflichtige CMS-Varianten, die je nach Funktionsumfang für wenige EURO bis hin zu 4- oder 5-stelligen Beträgen erhältlich sind. Haupttrumpfkarten bei solchen CMS sind zum einen sorgfältig aufeinander abgestimmte Teilkomponennten, eine ausgiebige Dokumentation, also ein richtiges Handbuch und zum anderen, ein zumeist vorbildlicher Kundenservice mit Schulungen etc.
Für Privat-Kunden oder kleinere Unternehmen bieten sich die kostenlos verfügbaren CMS eher an, denn von nicht unwesentlicher Bedeutung ist naturgemäß die Kostenfrage; auch hier hat meiner Meinung nach ein CMS die Nase vorn, denn es gibt inzwischen eine Vielzahl von kostenlos verfügbaren CMS. Handgemachter Code ist, je nach Vorstellungen der Auftraggeber, zeitraubend - und kann damit auch das zur Verfügung stehende Budget belasten.

